Elektronischer Rollstuhl als Brandursache
In der Nacht von Sonntag auf Montag ist im Altenzentrum St. Franziskus ein größerer Brand ausgebrochen, der aber schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte. Dabei wurden mehrere Bewohnerinnen und Bewohner mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung behandelt, alle befinden sich inzwischen auf dem Wege der Besserung.
Auslöser des Feuers war mit großer Wahrscheinlichkeit ein im Flur des Erdgeschosses stehender elektronischer Rollstuhl, dessen Akku in Brand geraten war. Nachdem um drei Uhr nachts der Notruf in der Leitstelle einging, rückten rund 150 Feuerwehrleute aus Löningen und benachbarten Orten aus, um den Brand zu löschen. Aufgrund der Größe des Brandes löste die Leitstelle einen sog. „Massenanfall von Verletzten“ aus. 36 Bewohnerinnen und Bewohner wurden unverzüglich evakuiert und in der nur wenige Meter entfernten St. Anna Klinik untergebracht. Insgesamt gibt es derzeit 79 Bewohnerinnen und Bewohner im Altenzentrum.
„Unser Mitgefühl gilt allen betroffenen Bewohnerinnen und Bewohnern und ihren Angehörigen, die gerade eine äußerst belastende Situation durchmachen müssen. Dennoch sind wir froh und erleichtert, dass der Brandschutz im Gebäude hervorragend funktionierte. Der Brand konnte schnell gelöscht werden und die Evakuierung lief reibungslos und professionell ab“, betont Geschäftsführer Ralph Ehring. Glücklicherweise sei niemand lebensgefährlich verletzt worden. „Wir werden nun alles dafür tun, dass die Bewohner übergangsweise komfortabel und sicher untergebracht werden und dann so bald wie möglich in ihre gewohnte Umgebung zurückkehren können.“
Auch André Hachmöller, Geschäftsleiter der Senioren- und Pflegeeinrichtung, und Pflegedienstleitung Martina Gerdes sind erleichtert, dass alle Bewohner in Sicherheit sind. „Wir danken dem gesamten Team, das für einen zügigen und für die Bewohner möglichst schonenden Ablauf der Evakuierung sorgte. Ebenso geht der Dank an alle Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes.“ Für die Übergangszeit haben mehrere Senioreneinrichtungen der Umgebung ihre Unterstützung angeboten. Ebenso ist die Psychosoziale Notfallversorgung eingeschaltet.
Inzwischen sind bereits für einige der evakuierten Bewohnerinnen und Bewohner übergangsweise Plätze in Altenpflegeeinrichtungen in Löningen und Lindern gefunden worden.